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	<title>Endspiel - Secunda Acies - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-20T14:50:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Xidurianische unabhängige Bibliothek</subtitle>
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		<id>https://wiki.xiduria.de/index.php?title=Endspiel_-_Secunda_Acies&amp;diff=264&amp;oldid=prev</id>
		<title>Guinevra: Die Seite wurde neu angelegt: „Debora Jarosch, Michael Brum, November 2009 &lt;div style=&quot;width:1024px; column-count:2;&quot;&gt; In den letzten Tagen hatte Lucius Scae- vola zu oft dieses Bild vor Augen gehabt. Ein Feld voller Leichen, jede einzelne zer- hackt und niedergemetzelt. Es kam ihm wie ein Dejá Vu vor, doch gab es diesmal einen Unterschied. Vor ihm lag der von N&#039;ga Nova ausgezogene Mob im eigenem Blut. Die Truppen des Imperiums hatten den Wettlauf gewonnen, hatten vor ihm die Menge au…“</title>
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		<updated>2022-12-05T17:29:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Debora Jarosch, Michael Brum, November 2009 &amp;lt;div style=&amp;quot;width:1024px; column-count:2;&amp;quot;&amp;gt; In den letzten Tagen hatte Lucius Scae- vola zu oft dieses Bild vor Augen gehabt. Ein Feld voller Leichen, jede einzelne zer- hackt und niedergemetzelt. Es kam ihm wie ein Dejá Vu vor, doch gab es diesmal einen Unterschied. Vor ihm lag der von N&amp;#039;ga Nova ausgezogene Mob im eigenem Blut. Die Truppen des Imperiums hatten den Wettlauf gewonnen, hatten vor ihm die Menge au…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Debora Jarosch, Michael Brum, November 2009&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;width:1024px; column-count:2;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den letzten Tagen hatte Lucius Scae-&lt;br /&gt;
vola zu oft dieses Bild vor Augen gehabt.&lt;br /&gt;
Ein Feld voller Leichen, jede einzelne zer-&lt;br /&gt;
hackt und niedergemetzelt. Es kam ihm&lt;br /&gt;
wie ein Dejá Vu vor, doch gab es diesmal&lt;br /&gt;
einen Unterschied. Vor ihm lag der von&lt;br /&gt;
N&amp;#039;ga Nova ausgezogene Mob im eigenem&lt;br /&gt;
Blut. Die Truppen des Imperiums hatten&lt;br /&gt;
den Wettlauf gewonnen, hatten vor ihm&lt;br /&gt;
die Menge aus Bauern und Dockarbeitern&lt;br /&gt;
erreicht, die aufgebrochen war, um in ge-&lt;br /&gt;
rechtem Zorn die Besatzer aus dem Land&lt;br /&gt;
zu treiben. Eine Hammelherde, bereit,&lt;br /&gt;
sich den gut ausgerüsteten, perfekt dis-&lt;br /&gt;
ziplinierten Raubtieren der Legion zu&lt;br /&gt;
stellen, gewiss, das ihre gerechte Sache&lt;br /&gt;
den Sieg bringen würde. Ein Irrglaube.&lt;br /&gt;
Scaevolas Truppen hatten tagelang ver-&lt;br /&gt;
sucht, den Mob einzuholen, ihn vor der&lt;br /&gt;
völligen Vernichtung zu bewahren, aber&lt;br /&gt;
vergebens. Die Götter schienen dem Auf-&lt;br /&gt;
stand nicht gewogen. Erst zwangen sie&lt;br /&gt;
den ehemaligen Protector zu handeln, be-&lt;br /&gt;
vor er bereit war, und dann konnte er das&lt;br /&gt;
Massaker nicht verhindern. Aber auch,&lt;br /&gt;
wenn er nicht glücklich über die Situation&lt;br /&gt;
war, die Götter hatten bestimmt, daß das&lt;br /&gt;
Spiel begonnen hatte und er war gewillt,&lt;br /&gt;
es zu gewinnen.&lt;br /&gt;
„Herr, die Spurenleser sind zurück“,&lt;br /&gt;
meldete die Wache. „Herein mit ihnen“,&lt;br /&gt;
entgegnete Scaevola. Eine kleine Gruppe&lt;br /&gt;
von Chinche Jägern trat ein. „Herr, die&lt;br /&gt;
Legionäre ziehen weiter nach Sud. Die&lt;br /&gt;
Spuren sind eindeutig. Sie wollen nach&lt;br /&gt;
N&amp;#039;ga Nova“ Diese Nachricht war nicht&lt;br /&gt;
das, was er hören wollte. Hatte Scylla,&lt;br /&gt;
dieser Wahnsinnige, nun auch noch vor,&lt;br /&gt;
den einzigen Seehafen der Provinz Di-&lt;br /&gt;
thorno zu brandschatzen? Scaevola be-&lt;br /&gt;
fand sich in einem Dilemma: Er konnte&lt;br /&gt;
seine Truppen nicht ein weiteres Mal tei-&lt;br /&gt;
len. Caligula Lupus sollte in wenigen Ta-&lt;br /&gt;
gen in Dithorno die verbleibenden Trup-&lt;br /&gt;
pen ausschalten, und dann mußte Scae-&lt;br /&gt;
vola dort sein, sonst war der ganze Plan&lt;br /&gt;
umsonst. N&amp;#039;ga Nova schien ein Opfer, das&lt;br /&gt;
zwar teuer und nicht erwartet, aber not-&lt;br /&gt;
wendig war. „In einer Stunde brechen wir&lt;br /&gt;
auf! Gen Dithorno“, ließ er seine Offiziere&lt;br /&gt;
wissen.&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
Einige der Ihren waren gefallen, doch&lt;br /&gt;
die meisten Toquateken hatten sich viel&lt;br /&gt;
Respekt verdient. Zufrieden blickte&lt;br /&gt;
Ch&amp;#039;aska&amp;#039;manka von der kleinen Anhöhe,&lt;br /&gt;
die sie sich als Aussichtspunkt auser-&lt;br /&gt;
koren hatte, über ihre Armee, ihre Kin-&lt;br /&gt;
der. Die Ernte verlief überaus befriedi-&lt;br /&gt;
gend, ihr Vater, Baba Croqua, würde sich&lt;br /&gt;
nach dem bevorstehenden Ritual zufrie-&lt;br /&gt;
den vollgestopft seinen vollen Bauch&lt;br /&gt;
streichen.&lt;br /&gt;
Während sie vom Hügel herabstieg und&lt;br /&gt;
sich ihren Weg durch die weitermar-&lt;br /&gt;
schierenden Toquateken und ihre vor&lt;br /&gt;
sich her getriebene Ernte bahnte, - nun,&lt;br /&gt;
bahnen mußte sie sich ihren Weg eigen-&lt;br /&gt;
tlich nicht, wich doch jeder einzelne ent-&lt;br /&gt;
weder aus Ehrfurcht oder einfach nur aus&lt;br /&gt;
Furcht vor ihr zurück – warf sie einen&lt;br /&gt;
Blick gen Himmel, wo Ramatatl, die Son-&lt;br /&gt;
ne, auf seinem Weg über das Firmament&lt;br /&gt;
hell und strahlend stand. Bald, ja bald&lt;br /&gt;
würde sich Ramatatl mitten am Tag ver-&lt;br /&gt;
finstern, bald würde Baba Croqua selbst&lt;br /&gt;
die Sonne für einige Minuten verdunkeln,&lt;br /&gt;
so groß war seine Macht. Und seine Kin-&lt;br /&gt;
der würden ihm huldigen, in einem gi-&lt;br /&gt;
gantischen Ritual, und all die geernteten&lt;br /&gt;
Legionäre sowie Chinche-Männer -Frau-&lt;br /&gt;
en und -Kinder opfern, auf daß er sich an&lt;br /&gt;
ihren blutigen, noch pochenden Herzen&lt;br /&gt;
sattessen möge.&lt;br /&gt;
Zuerst hatten sie nur ein paar Sied-&lt;br /&gt;
lungen überfallen. Schon beinahe lang-&lt;br /&gt;
weilig war dies gewesen, keine nennens-&lt;br /&gt;
werte Gegenwehr, und bis auf die klap-&lt;br /&gt;
prigen Alten und fußlahmen Gebrech-&lt;br /&gt;
lichen oder die zu Jungen hatten sie alle&lt;br /&gt;
mitgenommen, die den Marsch bis in die&lt;br /&gt;
Heimstatt der Toquateken durchhalten&lt;br /&gt;
würden. Schließlich mußte die Ernte&lt;br /&gt;
frisch genug sein, um ihren Vater zu be-&lt;br /&gt;
friedigen, man wollte ja auch nichts ver-&lt;br /&gt;
schwenden. Der zurückgelassenen Rest&lt;br /&gt;
wurde aber bei Leibe nicht lebendig&lt;br /&gt;
zurückgelassen, sondern wurde genüss-&lt;br /&gt;
lich, langsam und qualvoll getötet.&lt;br /&gt;
Im Weitergehen kam Ch&amp;#039;aska&amp;#039;manka an&lt;br /&gt;
einer Gruppe aneinandergebundener&lt;br /&gt;
Frauen mit ihren größeren Kindern vor-&lt;br /&gt;
bei. Sie jammerten erbärmlich, ver-&lt;br /&gt;
stummten aber und schreckten vor ihr&lt;br /&gt;
zurück, als sie sie wahrnamen, war sie in&lt;br /&gt;
dem von dem Sumi genommenen Feder-&lt;br /&gt;
mantel doch mehr als auffällig. Ch&amp;#039;as-&lt;br /&gt;
ka&amp;#039;manka zog verächtlich einen Mund-&lt;br /&gt;
winkel herunter. Dieses simple Bauern-&lt;br /&gt;
volk hatte einfach kein Rückgrad.&lt;br /&gt;
Dann waren sie jedoch auf eine Legion&lt;br /&gt;
der Besatzer gestoßen. Baba Croqua hatte&lt;br /&gt;
sie gewiß zu ihnen geführt! Um so viele&lt;br /&gt;
erstklassige Opfer zu ernten, hätten sie&lt;br /&gt;
auf herkömmlichem Wege deutlich län-&lt;br /&gt;
ger gebraucht. Auch das Ernten war in&lt;br /&gt;
diesem Fall alles andere als langweilig ge-&lt;br /&gt;
wesen. Diese Opfer wehrten sich tapfer,&lt;br /&gt;
doch es nützte ihnen nicht viel. Entkom-&lt;br /&gt;
men waren nur wenige Legionäre, doch&lt;br /&gt;
nun hatten sie genug von ihnen geerntet&lt;br /&gt;
und konnten sich auf den Heimweg ma-&lt;br /&gt;
chen. Zu Ch&amp;#039;aska&amp;#039;manka Rechten kam&lt;br /&gt;
jetzt eine Reihe ehemaliger Legionäre in&lt;br /&gt;
ihr Blickfeld. Viele von ihnen bluteten an&lt;br /&gt;
unterschiedlichen Stellen und der Groß-&lt;br /&gt;
teil hatten einen zertrümmerten Waffen-&lt;br /&gt;
arm, irgendwie mußte man sie ja gefügig&lt;br /&gt;
machen. Die Reihe war lang, und der To-&lt;br /&gt;
quateke, der das vordere Ende des Seiles,&lt;br /&gt;
mit dem sie zusammengebunden waren,&lt;br /&gt;
hielt, sah verdienter Maßen stolz drein.&lt;br /&gt;
Mit so vielen geernteten Opfern hatte er&lt;br /&gt;
sich Respekt verdient und einen Namen&lt;br /&gt;
gemacht. Ch&amp;#039;aska&amp;#039;manka beäugte den&lt;br /&gt;
Krieger mit dem langen schwarzen Haar,&lt;br /&gt;
in das kleine Reptilienknochen einge-&lt;br /&gt;
flochten waren, einen Moment lang sin-&lt;br /&gt;
nierend. Vielleicht wäre er ein Kandidat&lt;br /&gt;
für den Teil des Rituals, in dem sie, knie-&lt;br /&gt;
tief im Blut der Geopferten stehend, ih-&lt;br /&gt;
rem Vater auf andere Art des Fleisches&lt;br /&gt;
huldigen würde... doch sie hatte noch ge-&lt;br /&gt;
nug Zeit, sich über diesen Teil klar zu&lt;br /&gt;
werden, sie würde noch genug erfolg-&lt;br /&gt;
reiche Krieger begutachten können.&lt;br /&gt;
Die kleine Frau mit den leuchtend blau-&lt;br /&gt;
en Augen war überaus glücklich. Ihr Va-&lt;br /&gt;
ter mußte zufrieden mit ihr sein, denn so&lt;br /&gt;
lange hatte sie noch nie wach sein dürfen.&lt;br /&gt;
Sie hoffte, dass er sie nach diesem Ritual&lt;br /&gt;
nie wieder schlafen schicken würde.&lt;br /&gt;
Als sie den Anfang des Zuges erreicht&lt;br /&gt;
hatte, gab sie den Befehl zum Aufbruch.&lt;br /&gt;
Sie hatten nicht mehr viel Zeit bis zum&lt;br /&gt;
Ritual, und der Weg war noch weit, wenn&lt;br /&gt;
man so viel langsam laufendes Erntegut&lt;br /&gt;
vorantreiben mußte.&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
Centas Valerius war kurz davor, den Mut&lt;br /&gt;
zu verlieren. Seit Tagen irrte er durch das&lt;br /&gt;
verwüstete Land in der Hoffnung, den&lt;br /&gt;
Mann zu finden, von dem er glaubte, er&lt;br /&gt;
und nur er können die Bestie aufhalten.&lt;br /&gt;
Aber trotz all seiner Bemühungen war es&lt;br /&gt;
ihm nicht gelungen, Lucius Scaevola ar-&lt;br /&gt;
gens zu finden. Die Gerüchte über seinen&lt;br /&gt;
Tod schienen wahr zu sein. Andererseits&lt;br /&gt;
hatte der ehemalige Protector den Ruf,&lt;br /&gt;
mit allen Wassern gewaschen zu sein. Mit&lt;br /&gt;
einem Aufruf der Verärgerung schlug sich&lt;br /&gt;
Valerius selbst mit der flachen Hand vor&lt;br /&gt;
die Stirn. Natürlich. Wo würde mann den&lt;br /&gt;
am meisten gesuchten Mann der Kolonie&lt;br /&gt;
am wenigsten vermuten? In Dithorno&lt;br /&gt;
selbst. Vor allem, nachdem die Stadt&lt;br /&gt;
mehrfach nach ihm durchsucht worden&lt;br /&gt;
war. Er wendete sein Pferd und gab ihm&lt;br /&gt;
die Sporen. Seine Eile hatte ihn unacht-&lt;br /&gt;
sam werden lassen. Hinter dem nächsten&lt;br /&gt;
Hügel ritt er geradewegs in die Vorhut&lt;br /&gt;
der Entsatztruppen.&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
Wenn es etwas gab, was Caligula Lupus&lt;br /&gt;
an seiner Arbeit hasste, dann waren es&lt;br /&gt;
Abwasserkanäle. Das Heranpirschen, das&lt;br /&gt;
Lauern und Warten auf die Beute war&lt;br /&gt;
Teil seiner Natur, aber in eine Stadt ein-&lt;br /&gt;
dringen durch stinkende Kloake waten&lt;br /&gt;
war ihm immer schon zuwieder gewesen.&lt;br /&gt;
Aber es war der einzige sichere Weg nach&lt;br /&gt;
Dithorno, zumindest der einzige, den&lt;br /&gt;
Scaevola ihm verraten hatte. Er war sich&lt;br /&gt;
sicher, daß es mehr als ein weiteres Dut-&lt;br /&gt;
zend Arten gab, in die Stadt einzudrin-&lt;br /&gt;
gen, ohne gesehen zu werden. Zugege-&lt;br /&gt;
ben, dies mit viertausend Söldnern in&lt;br /&gt;
voller Montur zu versuchen, war eine&lt;br /&gt;
Herausforderung, also blieb nur der Un-&lt;br /&gt;
rat. Scaevola hatte seine Stadt vorraus-&lt;br /&gt;
schauend geplant. Niemals zuvor hatte&lt;br /&gt;
Lupus eine Stadt gekannt, in deren&lt;br /&gt;
Zisternen genug Platz für eine Armee ein-&lt;br /&gt;
geplant war. Und das, ohne die Funktion&lt;br /&gt;
der Zisterne zu beeinflußen. Was Lupus&lt;br /&gt;
jedoch noch mehr beeindruckte war die&lt;br /&gt;
Tatsache, daß die Machthaber der Im-&lt;br /&gt;
periums von diesen kleinen Extras in ih-&lt;br /&gt;
rer Stadt nichts wußten. Seit gestern la-&lt;br /&gt;
gerten sie jetzt hier und warteten auf das&lt;br /&gt;
Zeichen zum Losschlagen. Und dann&lt;br /&gt;
Gnade der Legion.&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
„Wer geht da!“ erschallte der Ruf der&lt;br /&gt;
Wache. „Centas Valerius! Sonderauftrag!“&lt;br /&gt;
Valerius hatte gehofft, mit dieser gebell-&lt;br /&gt;
ten Antwort unbehelligt passieren zu&lt;br /&gt;
können. Er verfluchte sich selbst, so un-&lt;br /&gt;
aufmerksam gewesen zu sein. Doch er&lt;br /&gt;
hatte kein Glück. Die Vorhut bestand da-&lt;br /&gt;
rauf, ihn zum D&amp;#039;ascas der Legion zu brin-&lt;br /&gt;
gen. Allerdings sah eine Legion norma-&lt;br /&gt;
lerweise imposanter aus. Diese Truppen&lt;br /&gt;
waren vor nicht allzu ferner Zeit in ein&lt;br /&gt;
Gefecht verwickelt gewesen. Überall stüt-&lt;br /&gt;
zen sich Verwundete auf ihre Pilen. Das&lt;br /&gt;
Geschrei von Sterbenden schallte aus den&lt;br /&gt;
Trosswagen an sein Ohr. Diese Legion&lt;br /&gt;
war auf dem Rückzug, war auf der Flucht.&lt;br /&gt;
Doch vor was oder vor wem?&lt;br /&gt;
Valerius näherte sich einer provisorisch&lt;br /&gt;
gezimmerten Sänfte, die zwischen zwei&lt;br /&gt;
Pferde gespannt war. Er sah hinein und&lt;br /&gt;
erblickte einen tödlich verwundeten D&amp;#039;as-&lt;br /&gt;
cas, der sich im Fieber schüttelte. Der&lt;br /&gt;
D&amp;#039;ascas schien einen klaren Moment zu&lt;br /&gt;
haben: „Seid ihr die Verstärkung?“&lt;br /&gt;
„Nein, Herr. Ich bin Centas Velarius, un-&lt;br /&gt;
terwegs mit einem Sonderauftrag. Sagt,&lt;br /&gt;
Herr, was ist hier geschehen?“ Der D&amp;#039;as-&lt;br /&gt;
cas hustete, und nachdem ihm Valerius&lt;br /&gt;
etwas Wasser eingeflößt hatte, begann er:&lt;br /&gt;
„Erst trafen wir auf die Aufständigen&lt;br /&gt;
Bauern. Es war ein Spaß zu sehen, wie&lt;br /&gt;
wir sie niedermähten...“ Er hustete: „Ihr&lt;br /&gt;
versteht? Bauern....Niedermähen? Das&lt;br /&gt;
mit anzusehen, hätte dem Protector ge-&lt;br /&gt;
fallen. Dann zogen wir weiter. Unsere&lt;br /&gt;
Strafexpedition sollte auf dem Weg nach&lt;br /&gt;
N&amp;#039;ga Nova alles niedermachen, was wir&lt;br /&gt;
an einheimischen Unrat finden würden.&lt;br /&gt;
Aber wir gerieten in einen Hinterhalt. Auf&lt;br /&gt;
einmal waren überall Toquateken. Wir&lt;br /&gt;
konnten sie zurückschlagen, zahlten aber&lt;br /&gt;
einen hohen Blutzoll. Ich bin der letzte&lt;br /&gt;
lebende ranghohe Offizier. Und ich werde&lt;br /&gt;
den Tag nicht überleben. Egal, was euer&lt;br /&gt;
Auftrag ist, ich bitte euch, bringt meine&lt;br /&gt;
Jungs heil nach Hause. Versprecht mir&lt;br /&gt;
das.“&lt;br /&gt;
„Ich...“, versuchte Valerius anzusetzen,&lt;br /&gt;
doch der Sterbende fiel ihm ins Wort:&lt;br /&gt;
„Versprich es!“&lt;br /&gt;
„Ich gebe Euch mein Wort, ich werde al-&lt;br /&gt;
les tun, um die Truppen sicher nach Hau-&lt;br /&gt;
se zu bringen“.&lt;br /&gt;
„Dann ist es gut...“ Mit diesen Worten&lt;br /&gt;
und einem Lächeln hauchte der D&amp;#039;ascas&lt;br /&gt;
seinen letzten Atemzug.&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
Sie hatten es fast geschafft. Sie hatten ei-&lt;br /&gt;
ne Armee durch Feindesland geführt, oh-&lt;br /&gt;
ne bemerkt worden zu sein. Nur noch ei-&lt;br /&gt;
nen Tagesmarsch, dann würden sie di-&lt;br /&gt;
rekt vor den Toren Dithornos stehen.&lt;br /&gt;
Scaevola war zufrieden. Jetzt war es an&lt;br /&gt;
der Zeit, Bescheid zu sagen, denn unent-&lt;br /&gt;
deckt würde die 20.000 Mann auf diesem&lt;br /&gt;
Teil der Strecke nicht bleiben.&lt;br /&gt;
„Holt mir die Zwillinge!“ befahl der Ex-&lt;br /&gt;
sklave. Nach wenigen Augenblicken tra-&lt;br /&gt;
ten ein Mann und eine Frau in das Zelt.&lt;br /&gt;
Scaevola wandte sich an den Mann:&lt;br /&gt;
„Erorn, bitte teile Lupus mit, daß wir&lt;br /&gt;
morgen am Ziel sind.“&lt;br /&gt;
„Mein Bruder ist schon auf dem Weg zu&lt;br /&gt;
ihm.“&lt;br /&gt;
„Und Du, Maitli, Deine Schwester muß&lt;br /&gt;
ki&amp;#039;Ansi informieren. Der Aufstand be-&lt;br /&gt;
ginnt morgen.“&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
„Caligula Lupus, ich habe Nachrichten.“&lt;br /&gt;
„Ich höre, Alkis“ entgegnete der Assa-&lt;br /&gt;
sine.&lt;br /&gt;
Alkis räusperte sich: „Es geht los.“&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
„Herr! Herr! Eine Armee, nur noch we-&lt;br /&gt;
nige Stunden entfernt“. Scylla war im er-&lt;br /&gt;
sten Moment verblüfft, dann übernahm&lt;br /&gt;
sein Temperament die Oberhand. „Wie&lt;br /&gt;
konnte das geschehen? Ich werde die&lt;br /&gt;
Verantwortlichen kreuzigen lassen!“ Der&lt;br /&gt;
Überbringer der Nachricht ging durch ei-&lt;br /&gt;
nen Schlag zu Boden. „Wer ist es? Sind&lt;br /&gt;
die Truppen in Alarm versetzt worden,&lt;br /&gt;
und stehen sie bereits auf den Mauern?&lt;br /&gt;
Warum nicht?“ Er trat den am Boden lie-&lt;br /&gt;
genden mit voller Kraft. „Meine Rüstung!&lt;br /&gt;
Mein Schwert! Ich werde diese Aufstän-&lt;br /&gt;
digen zertreten wie Ungeziefer. Ich werde&lt;br /&gt;
es euch zeigen, was es heißt, Scylla her-&lt;br /&gt;
auszufordern!“&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
Dithornos Mauern waren neu. Die ganze&lt;br /&gt;
Stadt war neu. Niemals zuvor war sie an-&lt;br /&gt;
gegriffen worden, noch erobert worden.&lt;br /&gt;
Zumindest das neue Dithorno nicht. Das&lt;br /&gt;
alte hatte der Reiter der Finsternis in ei-&lt;br /&gt;
nen See verwandelt. Nun schien es, als ob&lt;br /&gt;
die Mauern Dithornos ihre Feuertaufe er-&lt;br /&gt;
halten würden. Die verbliebene Stadt-&lt;br /&gt;
garnison von Dithorno hatte die Wehr-&lt;br /&gt;
gänge besetzt. Das Öl wurde angeheitzt,&lt;br /&gt;
die Katapulte überprüft und einsatzbereit&lt;br /&gt;
gemacht. Wieder einmal zeigte sich, daß&lt;br /&gt;
die Soldaten des Imperiums zu den bes-&lt;br /&gt;
ten Magiras gehörten. Und doch... Keiner&lt;br /&gt;
bemerkte die Männer, die unter den&lt;br /&gt;
Straßen auf den Befehl zum Zuschlagen&lt;br /&gt;
warteten.&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
Neutral betrachtet ist eine Armee von&lt;br /&gt;
20.000 Mann, die ihr Lager vor einer&lt;br /&gt;
Stadt aufgeschlagen hat, ein imposanter&lt;br /&gt;
Anblick. Die Bewohner der Stadt selbst&lt;br /&gt;
sehen die Sache anders. Für sie ist der&lt;br /&gt;
Anblick eher erschreckend. Die Einwoh-&lt;br /&gt;
ner Dithornos waren verängstigt. Scylla&lt;br /&gt;
hatte eine Ausgangssperre verhängt. Da-&lt;br /&gt;
her waren die Straßen wie leergefegt. Nur&lt;br /&gt;
noch Legionäre bestimten das Bild. Scylla&lt;br /&gt;
stand auf den Mauern beim Haupttor&lt;br /&gt;
und sah auf seinen Gegner hinab. Gewiss,&lt;br /&gt;
die Feinde waren zahlreich, doch er ver-&lt;br /&gt;
traute den Mauern, seinen Truppen und&lt;br /&gt;
seinem eigenen Genius. Dazu kam, daß&lt;br /&gt;
der Imperator auf seiner Seite stand. Die-&lt;br /&gt;
se imposante Gestalt in schwarzer Rüs-&lt;br /&gt;
tung mit den flammenden Augen, die&lt;br /&gt;
ihm, Scylla, befohlen hatte, das Ge-&lt;br /&gt;
schmeiß dieser Erde zu vertilgen. Sollten&lt;br /&gt;
sie doch kommen, er war bereit ein&lt;br /&gt;
weiteres Mal zu siegen.&lt;br /&gt;
Von der Belagerungsarmee löste sich ein&lt;br /&gt;
kleiner Trupp, das unter dem Zeichen der&lt;br /&gt;
Parlamentäre näher kam. Sie zügelten die&lt;br /&gt;
Pferde in Rufreichweite. Dann begann ei-&lt;br /&gt;
ner der Reiter, zu sprechen: „Ich bin Lu-&lt;br /&gt;
cius Scaevola argens, rechtmäßiger Pro-&lt;br /&gt;
tector der Provinzen des Imperiums. Ich&lt;br /&gt;
fordere Dich auf, Marcus Tiberius Scylla,&lt;br /&gt;
die Waffen zu strecken und mit Deinen&lt;br /&gt;
Truppen abzuziehen. Ich gebe Dir mein&lt;br /&gt;
Wort, Dir und Deinen Truppen wird kein&lt;br /&gt;
Leid geschehen.“&lt;br /&gt;
Scylla grinste. „Schießt sie ab!“&lt;br /&gt;
Ein Hagel von Pfeilen verdunkelte das&lt;br /&gt;
Mondlicht, ging auf die nieder, die sich&lt;br /&gt;
als Parlametäre sicher fühlten. Die ersten&lt;br /&gt;
Pfeile erreichten ihr Ziel, doch sie prall-&lt;br /&gt;
ten ab. Eine Wand aus Licht schützte die&lt;br /&gt;
Gruppe, die nun ihre Pferde herumriß&lt;br /&gt;
und davon galoppierte. Kaum hatte&lt;br /&gt;
Scaevola die schützenden Reihen&lt;br /&gt;
erreicht, brüllte er nur: „Lupus! Ki&amp;#039;Ansi!“&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
Dann brach in der Stadt die Pforte zur&lt;br /&gt;
Unterwelt auf. Lupus und seine Söldner&lt;br /&gt;
fluteten aus der Kanalisation. Der Kampf&lt;br /&gt;
begann. Caligula bewegte sich mit dem&lt;br /&gt;
Geschick und der Eleganz einer großen&lt;br /&gt;
Raubkatze und mähte jeden nieder, der&lt;br /&gt;
seinen Weg kreuzte. Scylla trat an die&lt;br /&gt;
Brüstung des Wehrgangs: „Meine Kinder!&lt;br /&gt;
Meine Kinder! Hört doch auf, zu kämp-&lt;br /&gt;
fen. Wir sind doch alle eine Familie!“ Er&lt;br /&gt;
blickte sich um, und sein Blick war der ei-&lt;br /&gt;
nes gütigen Vaters. „Legt die Waffen nie-&lt;br /&gt;
der. Ich will nicht, daß euch etwas Böses&lt;br /&gt;
geschieht.“ Er machte eine Pause: „Ich&lt;br /&gt;
lie-be euch.“&lt;br /&gt;
Die Söldner hielten inne, sahen Scylla&lt;br /&gt;
an. Ihr Blick glich dem liebender Kinder&lt;br /&gt;
für ihren fürsorgenden Vater. Dann be-&lt;br /&gt;
fahl Scylla seinen Männern: „Schlachtet&lt;br /&gt;
sie ab!“&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
Vor den Mauern Dithornors wartete&lt;br /&gt;
Scaevola voller Ungeduld darauf, daß sich&lt;br /&gt;
die Tore der Stadt öffnen würden. Nichts&lt;br /&gt;
geschah. Etwas ging schief. Es blieb nur&lt;br /&gt;
eine Möglichkeit. Scaevola gab den Befehl&lt;br /&gt;
zum Angriff.&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
Etwas war falsch. Waren es die Schreie&lt;br /&gt;
oder der Geruch des Blutes, Lupus wußte&lt;br /&gt;
es nicht. Aber etwas war falsch daran, als&lt;br /&gt;
dieser Mann, der sein Bruder war, auf ihn&lt;br /&gt;
zu kam, mit erhobenem Schwert in der&lt;br /&gt;
Hand. Sein Bruder schlug zu, Lupus rea-&lt;br /&gt;
gierte mit dem Instinkt eines Raubtiers.&lt;br /&gt;
Der Legionär sank zu Boden. Lupus&lt;br /&gt;
schüttelte sich, seine Gedanken wurden&lt;br /&gt;
klar. Um ihn herum sah er seine Männer&lt;br /&gt;
in ihrem Blut am Boden liegen. Mit ei-&lt;br /&gt;
nem Fauchen sprang er los, hechtete die&lt;br /&gt;
Treppen zur Mauerkrone hinauf. Drei Le-&lt;br /&gt;
gionäre, die ihm dabei im Weg standen,&lt;br /&gt;
sanken tödlich getroffen zu Boden. Dann&lt;br /&gt;
standen die Bestie und die Raubkatze&lt;br /&gt;
sich gegenüber. Scylla befahl seinen Män-&lt;br /&gt;
nern, zurückzubleiben. Er zog sein&lt;br /&gt;
Schwert und griff an. Funken sprühten,&lt;br /&gt;
und Schläge wurden in einer solchen Ge-&lt;br /&gt;
schwindigkeit ausgetauscht, daß des&lt;br /&gt;
Menschen Auge ihnen nicht folgen konn-&lt;br /&gt;
te. Beide Gegner schenkten sich nichts,&lt;br /&gt;
und nach nicht allzu langer Zeit bluteten&lt;br /&gt;
beide aus mehreren Wunden. Erschöpft&lt;br /&gt;
keuchend umkreisten die Beiden ein-&lt;br /&gt;
ander, immer auf der Suche nach einer&lt;br /&gt;
Lücke in der Deckung des Anderen. Er-&lt;br /&gt;
neut traf Stahl auf Stahl. Keiner gab nach.&lt;br /&gt;
Beide hatten den eisernen Willen zum&lt;br /&gt;
Sieg, und keiner hielt sich an die Regeln&lt;br /&gt;
eines zivilisierten Duells. In diesem&lt;br /&gt;
Kampf war alles erlaubt, in diesem&lt;br /&gt;
Kampf galt das Gesetz des Dschungels.&lt;br /&gt;
Nur der Stärkere konnte, durfte überle-&lt;br /&gt;
ben. Doch welcher von Beiden Sieger sein&lt;br /&gt;
würde, war nicht auszumachen.&lt;br /&gt;
Immer und immer wieder trafen sich die&lt;br /&gt;
Beiden, trennten sich wieder im Ballett&lt;br /&gt;
der Klingen. Nur das Klingen wolsischen&lt;br /&gt;
Stahls, der auf xidurische Schmiedekunst&lt;br /&gt;
traf, erschallte als Musik des Infernos&lt;br /&gt;
durch die Stadt und gab den Takt der&lt;br /&gt;
Vernichtung vor. Keiner der Umstehen-&lt;br /&gt;
den vermochte zu sagen, ob die beiden&lt;br /&gt;
Kontrahenten nur Augenblicke oder gar&lt;br /&gt;
Tage den Reigen des Todes miteinander&lt;br /&gt;
tanzten.&lt;br /&gt;
Caligula Lupus war siegessicher. Scylla,&lt;br /&gt;
Jahre älter als der Meuchler, schienen die&lt;br /&gt;
Kräfte langsam zu verlassen. Es wurde&lt;br /&gt;
Zeit für das Finale. Ein Hieb nach Links,&lt;br /&gt;
eine Finte nach rechts, dann sollte der&lt;br /&gt;
Todesstoß erfolgen. Doch es kam anders.&lt;br /&gt;
Anstelle des Wolsen war es Lupus, den&lt;br /&gt;
Schmerz durchflutete. Scylla hatte ihn ge-&lt;br /&gt;
täuscht und ihm sein Kurzschwert in die&lt;br /&gt;
Eingeweide gerammt. Blut strömte aus&lt;br /&gt;
der Wunde, lief die Treppen hinunter, ei-&lt;br /&gt;
ner Cascade gleich. Lupus sackte zusam-&lt;br /&gt;
men. Jeder Atemzug brannte, und er&lt;br /&gt;
spürte wie ihn die Kraft verließ. Scylla&lt;br /&gt;
hatte die Arme in Siegerpose erhoben,&lt;br /&gt;
ließ sich von seinen Männern bejubeln.&lt;br /&gt;
Der Assasine spürte, daß er sich an-&lt;br /&gt;
schickte, den Wind der Klingen zu reiten,&lt;br /&gt;
aber dazu war er noch nicht bereit. Er&lt;br /&gt;
hatte einen Auftrag angenommen, und&lt;br /&gt;
seine Ehre verbot ihm, ihn unbeendet zu&lt;br /&gt;
lassen. Scylla fuhr herum. Ein Brüllen,&lt;br /&gt;
wie aus der tiefsten Hölle entstanden,&lt;br /&gt;
ließ ihn zusammenzucken. Dort, wo er&lt;br /&gt;
den sterbenden Gegner vermutete, be-&lt;br /&gt;
fand sich nun ein gigantischer, schwarzer&lt;br /&gt;
Ocelotl. Schwarzes Blut floß aus eine töd-&lt;br /&gt;
lichen Wunde, doch hinderte diese die&lt;br /&gt;
Katze nicht, sich auf ihren Gegner zu&lt;br /&gt;
stürzen. Der Aufprall war heftig, und die&lt;br /&gt;
Wucht des Sprunges trieb sie über die&lt;br /&gt;
Krone der Mauer. Endlos schien der&lt;br /&gt;
Sturz, dann prallten Wolse und Toqua-&lt;br /&gt;
teke auf die Felsen außerhalb der Stadt.&lt;br /&gt;
Jeder Knochen in Scyllas Leib war ge-&lt;br /&gt;
brochen. Sein Leben würde nur noch&lt;br /&gt;
wenige Herzschläge dauern. Röchelnd, in&lt;br /&gt;
unmenschlicher Anstrengung, zog er ei-&lt;br /&gt;
nen Arm unter der toten Katze hervor&lt;br /&gt;
und reckte ihn gen Himmel. „Imperator!“&lt;br /&gt;
Nur ein Röcheln verließ seine Kehle: „Va-&lt;br /&gt;
ter! Hilf mir!“ Doch das einzige, was er&lt;br /&gt;
sah, war der schwarze Reiter, der, laut&lt;br /&gt;
über die Torheit der Menschen lachend,&lt;br /&gt;
durch die Luft zu neuen Schlachtfeldern&lt;br /&gt;
aufbrach.&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
Der Rest war ein Kinderspiel. Die Legi-&lt;br /&gt;
onen, entmutigt durch den Tod ihres An-&lt;br /&gt;
führers, hatten die Tore geöffnet. Sie alle&lt;br /&gt;
wirkten, wie aus einem langen Schlaf er-&lt;br /&gt;
wacht. Widerstandslos ließen sie sich ent-&lt;br /&gt;
waffnen und in ihren Kasernen einsper-&lt;br /&gt;
ren. Die Bevölkerung war noch nicht in&lt;br /&gt;
der Lage, zu begreifen, daß das Joch der&lt;br /&gt;
Legion gebrochen war. In den nächsten&lt;br /&gt;
Tagen würde es viel Arbeit bedeuten, Ru-&lt;br /&gt;
he und Frieden wieder herzustellen und&lt;br /&gt;
private Rachefeldzüge zu vermeiden.&lt;br /&gt;
Caligula Lupus, der sein Leben gegeben&lt;br /&gt;
hatte für die Freiheit, wurde in allen&lt;br /&gt;
Ehren in der Ratshalle des Protectoren-&lt;br /&gt;
palastes aufgebahrt. Scaevola würde sich&lt;br /&gt;
erst viel später darüber klar sein, wie sehr&lt;br /&gt;
er dieses wortkarge Rauhbein vermissen&lt;br /&gt;
würde, einen Freund, den er viel zu spät&lt;br /&gt;
kennen und doch schätzen gelernt hatte.&lt;br /&gt;
\&lt;br /&gt;
An Schlaf war nicht zu Denken. Zu viel&lt;br /&gt;
war geschehen. Das Ende des Aufstands,&lt;br /&gt;
zumindest in Dithorno - die Neuigkeiten&lt;br /&gt;
aus Tizio standen noch aus, - der Tod&lt;br /&gt;
Scyllas und das Opfer Caligulas und auch&lt;br /&gt;
der Fremde, der die Hydra gerettet hatte,&lt;br /&gt;
alles hatte seine Eindrücke hinterlassen.&lt;br /&gt;
Diese Nacht beendete jahrelange Arbeit&lt;br /&gt;
und Gefahren, und sie hatten gewonnen,&lt;br /&gt;
etwas, an das Scaevola nicht mehr zu&lt;br /&gt;
glauben gewagt hatte. Sie hatten gewon-&lt;br /&gt;
nen, sagte er sich immer wieder, sie hat-&lt;br /&gt;
ten gewonnen. Letztendlich übermannte&lt;br /&gt;
ihn doch noch die Erschöpfung.&lt;br /&gt;
Er erwachte an einem vertrauten und&lt;br /&gt;
doch fremden Ort. Hier war schon lange&lt;br /&gt;
nicht mehr gewesen. Ein Thron aus Feu-&lt;br /&gt;
er, die Wände geformt aus flüssiger Lava.&lt;br /&gt;
Auf dem Thron saß eine Gestalt in&lt;br /&gt;
schwarzer Rüstung. Feuer schien aus den&lt;br /&gt;
Öffnungen des Helms zu lodern. Scaevola&lt;br /&gt;
erschrak. Er war im Sanctum, er stand&lt;br /&gt;
vor dem MAGHAN.&lt;br /&gt;
„Herr,“ setzte er an, doch ein Geste&lt;br /&gt;
brachte ihn zum Schweigen. Ein Stimme,&lt;br /&gt;
allmächtig und doch voller Bewunde-&lt;br /&gt;
rung, erschallte in seinem Kopf:&lt;br /&gt;
„GUT GEMACHT!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Guinevra</name></author>
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